Migräne

Wenn es im Kopf gewittert

Migräne unterscheidet sich in ihren Symptomen und Ursachen deutlich von „normalen“ Kopfschmerzen.

Doch wie eigentlich genau? Und welche Auslösefaktoren gibt es?

Symptome

Bei einer Migräneattacke ist der Schmerz pulsierend, pochend oder hämmernd. Er tritt dabei unter der Schädeldecke und oft auch nur auf einer Kopfseite auf. Bewegung verstärkt die Schmerzen häufig noch zusätzlich.

Auch Übelkeit und Erbrechen sind oft Teil einer Migräneattacke. Viele Betroffene reagieren außerdem empfindlich auf Licht, Geräusche sowie Gerüche und fühlen sich allgemein krank.

Die Attacken können zwischen vier Stunden und drei Tagen andauern. Einige Betroffene (bis zu 30 %) verspüren im Vorfeld der Migräneanfälle Symptome wie Sprach- oder Sehstörungen (z. B. Lichtblitze, verschwommenes Sehen), Schwindel, Lähmungen oder Sensibilitätsstörungen.1 Diese Störungen werden als „Aura“ bezeichnet.

Oft werden die Symptome einer Migräne als Symptome einer anderen Erkrankung gedeutet. Wer zum Beispiel mit den Kopfschmerzen auch Sehstörungen hat, geht oft zunächst zu einem Augenarzt. Das macht die Diagnose der Migräne häufig sehr schwierig

Ursachen

Woher die Migräne genau kommt, kann man nicht in allen Fällen sagen. Auf jeden Fall spielen genetische Faktoren eine wichtige Rolle. Entsprechende Hinweise im Erbgut wurden bereits gefunden.

Auch eine Störung des Serotonin-Haushalts – das ist ein bestimmtes Hormon bzw. ein Botenstoff – im Gehirn könnte eine Rolle spielen.

Auch sonst können die Hormone einen Einfluss haben: Das monatliche Wechselspiel der weiblichen Geschlechtshormone begünstigt das Auftreten der Attacken bei Mädchen und Frauen, stellt aber nicht die alleinige Ursache dar.

Was passiert im Körper, wenn man eine Migräne hat?

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Was löst eine Migräneattacke aus?

Wer regelmäßig unter Migräne leidet, weiß oft aus Erfahrung, welche Auslöser er oder sie persönlich am besten meiden sollte. Um Auslöser zu definieren, hilft zum Beispiel auch das Führen eines Schmerztagebuchs.

Es gibt verschiedene Auslösefaktoren (auch „Trigger“ genannt), die eine Migräneattacke begünstigen können:

  • Stress
  • Schlafmangel
  • Grelles Licht
  • Starke körperliche Belastung
  • Rauchen
  • Alkohol
  • Hormonelle Schwankungen
  • Menstruation
  • Reizüberflutung (Übermäßige Nutzung von Computer, TV und Smartphones)
  • Bestimmte Wetterlagen
  • Unregelmäßige Mahlzeiten
  • Einige Nahrungsmittel
Schmerztagebuch

Natürliche Hilfe bei Migräne

Akute Migräneattacken können meistens gut behandelt werden. Besonders gut wirkt die Kombination aus medikamentösen und nicht-medikamentösen Methoden.

Altersgerechte Schmerzmittel

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1 Göbel H. et al. Die Morgendämmerung der Migräne: Die Auraphase. Im Internet abrufbar unter: http://www.migraeneliga-deutschland.de/die-auraphase.htm