Kopfschmerz

ist nicht gleich Kopfschmerz

Spannungskopfschmerzen

Mehr erfahren

Migräne

Mehr erfahren

Kopfschmerzen sind die häufigste Schmerzart bei Jugendlichen.

Mehr als ein Drittel der 11- bis 17-Jährigen gab in einer wissenschaftlichen Befragung zum Thema Schmerzen an, in den zurückliegenden drei Monaten am häufigsten von Kopfschmerzen betroffen gewesen zu sein.1

Kopfschmerzen können ganz unterschiedliche Ursachen haben und in verschiedenen Formen auftreten. Am häufigsten sind jedoch Spannungskopfschmerzen und Migräne.2,3 Ebenfalls relevant sind noch die sogenannten Clusterkopfschmerzen, die aber sehr selten sind: Jährlich erkranken nur etwa 0,1 % bis 0,2 % der Bevölkerung daran.4 Bei Kopfschmerzen unterscheidet man zwischen zwei Arten: Beim primären Kopfschmerz ist der Schmerz selbst die Erkrankung. Treten Kopfschmerzen als Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung auf, spricht man von sekundären Kopfschmerzen.

So häufig haben Jugendliche Kopfschmerzen
Schmerzen bei 11-17-jährigen
Schmerzen bei 11-17-jährigen

Ca. 80 % litten in den vergangenen drei Monaten unter Kopfschmerzen.1

Jeder Vierte gibt an
Jeder Vierte gibt an

Die Kopfschmerzen traten mit einer Häufigkeit von mindestens einmal pro Woche auf.1

Jungen vs. Mädchen
Jungen vs. Mädchen

Mädchen sind häufiger betroffen als Jungs. 1

Erste Kopfschmerzen
Erste Kopfschmerzen
Erste Kopfschmerzen
lm Durchschnitt treten Kopfschmerzen im Alter von 7,5 Jahren auf. 5
Schmerzhäufigkeit
Schmerzhäufigkeit

Mit steigendem Alter treten auch Schmerzen öfter auf.1

Was löst meine Kopfschmerzen aus?

Hat der Lebensstil einen Einfluss auf die Entstehung der Schmerzen?

Experten sagen ja – denn oft treten Spannungskopfschmerzen und Migräne bei Jugendlichen auf, die viel rauchen, Alkohol trinken und sich selten bewegen. Auch zwischen wenig körperlicher Aktivität, hohem Kaffeekonsum und häufigen Migräneattacken scheint es einen Zusammenhang zu geben. Anders als oft vermutet haben die Ernährungsgewohnheiten und die tägliche Trinkmenge einen eher geringen Einfluss auf die Entstehung der Kopfschmerzen.6 Eher kommen Stress in der Schule, Reizüberflutung und Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich als Kopfschmerzursachen in Frage.

Kopfschmerzen nicht einfach hinnehmen

Gerade wenn die Kopfschmerzen immer wieder auftreten, kann die Lebensqualität beeinträchtigt werden. Dann fällt es oft schwer, den Alltag zu meistern. Betroffene müssen zum Beispiel teilweise regelmäßig die Schule ausfallen lassen. Oft sind sie verunsichert, weil man Kopfschmerzen nicht sieht. Manche entwickeln sogar chronische Kopfschmerzen. All das beeinflusst die Entwicklung negativ. Deswegen sollten insbesondere Jugendliche ihre Kopfschmerzen nicht einfach so hinnehmen.

Eltern müssen aufklären

Wichtig ist dabei auch der Faktor Medikamenteneinnahme: Schmerzmittel sollten zum richtigen Zeitpunkt und altersgemäß dosiert eingenommen werden. Es gibt speziell für Jugendliche entwickelte Formate, zum Beispiel Schmelztabletten oder Weichkapseln. Unbedingt sollten Eltern ihre jugendlichen Kinder ernstnehmen und sie über die Möglichkeiten der Schmerzbehandlung aufklären. So stehen die Chancen gut, als Erwachsener keine chronischen Kopfschmerzen zu entwickeln.

Die Leitlinie zu Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen

Leitlinien helfen Ärzten, ihre Behandlung durchzuführen.

Checkliste

Wann zum Arzt?

Nicht immer muss man sofort zum Arzt, wenn Schmerzen auftreten. Kann man die Ursachen der Schmerzen relativ sicher bestimmen, können sie in vielen Fällen im ersten Schritt selbst behandelt werden.

1 U. Ellert, H. Neuhauser, A. Roth-Isigkeit: Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Prävalenz und Inanspruchnahme medizinischer Leistungen. Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS). Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch - Gesundheitsschutz 5/6, 2007, 50:711–717

2 K. Fendrich et al. Headache prevalence among adolescents – the German DMKG headache study. Blackwell Publishing Ltd Cephalalgia, 2007, 27, 347–354

3 Zwart JA et al. The prevalence of migraine and tension-type headaches among adolescents in Norway. The Nord-Trøndelag Health Study (Head-HUNT-Youth), a large populationbased epidemiological study. Cephalalgia 2004, 24:373–9

4 A. May: Clusterkopfschmerz und trigeminoautonome Kopfschmerzen. Aus: Hans-Christoph Diener, Christian Weimar (Hrsg.): Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. Herausgegeben von der Kommission „Leitlinen“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Im Internet abrufbar unter: http://www.dgn.org/images/red_leitlinien/LL_2014/PDFs_Download/030036_LLClusterkopfschmerz_final.pdf

5 Straube A, Heinen F, Ebinger F, von Kries R: Headache in school children: prevalence and risk factors. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(48): 811–18. DOI: 10.3238/arztebl.2013.0811

6 Ludwig-Maximilians-Universität München, Presseinformation vom 10.6.2010: „Ein gesunder Kopf auf einem gesunden Körper.“ Im Internet abrufbar unter: http://www.uni- muenchen.de/aktuelles/presseinformationen/2010/f-32-10.html