Regelschmerzen bei Mädchen

Von Regelschmerzen sind manche Mädchen nur leicht betroffen, viele fühlen sich durch die monatlich wiederkehrenden Schmerzen hingegen stark beeinträchtigt. Während es bei einigen während der Menstruation im unteren Bauch zieht und drückt, schmerzt bei anderen auch der Rücken und sie haben Kopfschmerzen. Einige müssen im Bett liegen und können nicht zur Schule oder zur Arbeit gehen. Krampfartige Unterleibsschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen sowie Migräne sind ebenfalls mögliche Symptome.

Mädchen in der Badewanne

Quelle: Initiative Schmerzlos

Den Menstruationsschmerz verursachen sogenannte Prostaglandine – körpereigene Schmerzbotenstoffe. Sie bewirken, dass sich die Gebärmuttermuskulatur zusammenzieht, wenn die Gebärmutter ihre Schleimhaut einmal im Monat abstößt. Bei einer Schwangerschaft nisten sich Ei- und Samenzelle nach erfolgreicher Verschmelzung in die hoch aufgebaute Gebärmutterschleimhaut ein. Ist dies nicht passiert, wird die Schleimhaut allmonatlich wieder abgelöst und als Blutung aus dem Körper ausgeschieden. Die dazugehörigen Muskelkontraktionen bewirken eine schwächere Durchblutung der Gebärmutter, und das kann zu Schmerzen führen.

Die Stärke der Blutung ist von Frau zu Frau ganz unterschiedlich. Einige kommen mit der kleinsten Tampongröße oder einer dünnen Binde aus, andere müssen sich nachts den Wecker stellen, um zu „wechseln“. Dabei steht die Schmerzstärke nicht unbedingt im Verhältnis zur Blutungsstärke. Schon schwache Blutungen können starke Schmerzen verursachen. Hingegen können Mädchen mit starken Blutungen mitunter kaum Beschwerden haben.

Verändern sich die Beschwerden oder sind sie plötzlich ungewöhnlich stark, sollte dies vom Frauenarzt oder von der Frauenärztin abgeklärt werden, um organische Erkrankungen wie zum Beispiel Endometriose oder Myome (gutartige Tumoren oder Wucherungen) auszuschließen.

Schon gewusst?

Viele Frauen haben während ihrer Regelblutung zeitweise Schmerzen. Manche leiden sogar so stark, dass sie nicht arbeiten gehen können.

Tipps: Schmerztagebuch, Behandlung (Erste Hilfe, Medikamente)