Schmerzen behandeln

Warum Nichtstun nicht hilft

Schmerzen bei Jugendlichen sind eine Herausforderung. Dem Teenager selbst, aber auch Eltern und Erziehungsberichtigten stellen sich viele Fragen: Woher kommt das? Ist das schlimm? Was kann ich tun?

Prof. Dr. Dr. Stefan Evers ist Professor am Universitätsklinikum Münster und Chefarzt der Neurologischen Klinik am Krankenhaus Lindenbrunn in Coppenbrügge.

In einer Studie hat er ausgewertet, dass Eltern in Deutschland sich große Sorgen um die Nebenwirkungen von Schmerzmitteln bei ihren Kindern machen. Deshalb zögern sie oft, ihnen entsprechende Medikamente zu verabreichen. Wenn natürliche Methoden zur Schmerzlinderung keine Wirkung zeigen, kann die Gabe von Schmerzmitteln jedoch sinnvoll sein. „Die rechtzeitige und bestimmungsgemäße Gabe von Schmerzmitteln in einer für Jugendlichen angemessenen Dosierung halte ich für einen wichtigen Punkt in der Schmerzbehandlung“, so Prof. Evers.

Was bei der Einnahme von Schmerzmitteln konkret beachtet werden sollte, zeigt unsere Infografik.

Nicht warten – handeln!

Ganz grundsätzlich wichtig: Eltern sollten ihre jugendlichen Kinder ernstnehmen, wenn sie über Schmerzen klagen.

Doch wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt für die Einnahme eines Schmerzmittels?

Das hängt davon ab, wie stark die Schmerzen empfunden und beschrieben werden. Wenn leichte Schmerzen auftreten, sollte man zunächst versuchen diese auf natürliche Weise, also ohne Medikamente, zu lindern und sich vor allem Ruhe gönnen. Zeigen diese Maßnahmen keine Wirkung, können Schmerzmittel Abhilfe schaffen.

Generell kann man sagen, dass es ein guter Zeitpunkt ist, wenn die Schmerzen von leicht zu mittelstark übergehen. Eltern sollten nicht warten, bis die Jugendlichen ihre Schmerzen nicht mehr aushalten können. Eine Schmerzskala (z. B. in einem Schmerztagebuch) kann dabei helfen, die Stärke der Schmerzen besser einzuschätzen.

Natürliche Hilfe

Gib dem Schmerz keine Chance.

Altersgerechte Schmerzmittel

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