Natürliche Hilfe bei Migräneattacken

Wer an wiederkehrender Migräne leidet, kann leider nicht vollständig geheilt werden.

Akute Migräneattacken können dagegen meistens gut behandelt werden. Besonders gut wirkt die Kombination aus medikamentösen und nicht-medikamentösen Methoden.

Medikamente behandeln die akuten Schmerzen, alternative Verfahren wie Akupressur oder japanisches Heilpflanzenöl können die Schmerzlinderung zusätzlich unterstützen. Bettruhe in einem abgedunkelten Raum ist auf jeden Fall sinnvoll.

Besonderheiten bei Migräne

Migräneattacken kann auch mit Medikamenten vorgebeugt werden. Das empfehlen die Deutsche Gesellschaft für Neurologie und die Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft aber nur dann, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft1:
  • Es treten mindestens drei Migräneattacken pro Monat auf.
  • Die Attacken sprechen auf eine Therapie, die den gegebenen Empfehlungen (inkl. Triptanen) entspricht, nicht an und/oder die Nebenwirkungen der Akuttherapie sind nicht erträglich.
  • Die Frequenz der Attacken nimmt zu oder Schmerz- oder Migränemittel werden an mehr als zehn Tagen im Monat eingenommen.
  • Die Attacken sind kompliziert, es treten Auren (visuelle oder sensorische Wahrnehmungsstörungen, z. B. Schwindel, Lähmungen oder verschwommenes Sehen) auf.

Die medikamentöse Vorbeugung von Migräne sollte aber nie auf eigene Faust erfolgen, sondern mit einem Arzt besprochen und von diesem angeordnet werden.

Altersgerechte Schmerzmittel

Das passende Schmerzmittel finden.

Checkliste

Wann zum Arzt?

Nicht immer muss man sofort zum Arzt, wenn Schmerzen auftreten. Kann man die Ursachen der Schmerzen relativ sicher bestimmen, können sie in vielen Fällen im ersten Schritt selbst behandelt werden.

1 S. Evers et al. Akuttherapie und Prophylaxe der Migräne. Leitlinie der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Nervenheilkunde 10/2008