Natürliche Hilfe

Hilfe bei Schmerzen

Nicht immer müssen Schmerzen bei Jugendlichen gleich mit Medikamenten behandelt werden. Bei leichten, gelegentlichen Schmerzen helfen oft auch natürliche, also nicht-medikamentöse, Methoden. Je nach Schmerzart können unterschiedliche Erste-Hilfe Maßnahmen einen großen Teil dazu beitragen, den Schmerz los zu werden.

Mädchen mit Kopfschmerzen

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Was Jugendliche bei Kopfschmerzen tun können

Bei gelegentlichen leichten Spannungskopfschmerzen, also den „normalen“ Kopfschmerzen, kann eine nicht-medikamentöse Schmerzbehandlung zu einer ersten Besserung der Beschwerden beitragen. Dazu gehören:

  • Gehen die Schmerzen vom Nacken aus, kann Wärme hilfreich sein und die Muskeln entspannen.
  • Ähnlich können auch ein heißes Bad oder eine Dusche Linderung verschaffen.
  • Leichte Massagen an den Schläfen oder im Schulter- und Nackenbereich können bei Kopfschmerzen helfen.
  • Ein ruhiger, dunkler Raum kann auch zur Entspannung beitragen.
  • Bewegung und frische Luft tut manchen bei akutem Spannungskopfschmerz gut.
  • Abhilfe können zudem ein paar Tropfen Pfefferminzöl schaffen, mit denen die Schläfen sanft eingerieben werden.

Spannungskopfschmerzen können auch wirksam mit frei verkäuflichen Schmerzmitteln behandelt werden. Wenn der Schmerz jedoch das Leben beeinflusst, bei neurologischen Ausfällen und beim Auftreten einer neuen Form des Schmerzes sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Menschen, die an einer wiederkehrenden Migräne leiden, können leider nicht vollständig geheilt werden. Allerdings können akute Migräneattacken in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden. Als sehr wirksam hat sich eine Kombination nicht-medikamentöser und medikamentöser Methoden herausgestellt. Mit Medikamenten werden die akuten Schmerzattacken behandelt. Alternative Schmerzbehandlung bzw. nicht-medikamentöse Verfahren wie Akupressur oder japanisches Heilpflanzenöl (Pfefferminzöl) beispielsweise können die Linderung der Schmerzen unterstützen.

Ohne Medikamente können akute Clusterkopfschmerzen nicht wirkungsvoll gelindert werden. Die einzige nicht-medikamentöse Maßnahme, bei der eine deutliche Besserung der Clusterkopfschmerzen zu spüren ist, ist das Inhalieren von reinem Sauerstoff mithilfe einer Atemmaske (hier ist ein Arzt zu Rate zu ziehen). Das Problem dabei: das Inhalieren wirkt oft nur am Anfang der Attacken. Gerade bei Clusterkopfschmerzen ist es wichtig, die Auslöser zu kennen und zu meiden.

Wichtig: Viele nicht-medikamentöse Maßnahmen, die sich bei der Vorbeugung und als Erste-Hilfe Maßnahmen anderer Kopfschmerzformen bewährt haben – z.B. Stressbewältigung, Entspannungsübungen oder Ausdauertraining – helfen bei der Vorbeugung von Clusterkopfschmerzen nicht.

Tipp: Zur Schmerzdokumentation können Sie sich das Schmerztagebuch der Initiative „Schmerzlos“ herunterladen.

Schmerztagebuch, Behandlung (Erste Hilfe, Medikamente)