Manche Mädchen trifft es nur sehr leicht, andere sind Monat für Monat aufs Neue stark beeinträchtigt:

Die Rede ist von Regelschmerzen. Während die Ursache immer dieselbe ist, können sich die Symptome individuell stark unterscheiden.

Symptome

Während die einen ein Ziehen und Drücken im unteren Bauchbereich verspüren, schmerzen bei anderen auch der Rücken oder der Kopf.

Krampfartige Unterleibsschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Migräne gehören ebenfalls zu den möglichen Symptomen.

Regelschmerzen werden oft „belächelt“, aber in heftigen Fällen müssen die Betroffenen im Bett liegen und können deshalb nicht zur Schule oder zur Arbeit.

Ursachen

Regelschmerzen werden durch sogenannte Prostaglandine verursacht. Das sind körpereigene Schmerzbotenstoffe.

Sie bewirken, dass sich die Muskulatur der Gebärmutter zusammenzieht, wenn die Gebärmutter ihre Schleimhaut einmal im Monat abstößt. Dabei ziehen sich die Muskeln zusammen und die Gebärmutter wird schwächer durchblutet.

Das wiederum kann zu Schmerzen führen. Das ist immer dann der Fall, wenn sich keine befruchtete Eizelle in die Gebärmutter einnisten konnte, also wenn keine Schwangerschaft besteht.

Regelschmerzen haben keine Regel

Regelschmerzen können von Mädchen zu Mädchen bzw. von Frau zu Frau ganz unterschiedlich stark sein.

Auch die Stärke der Blutung ist ein individueller Faktor. Einen Zusammenhang zwischen der Schmerzstärke und der Blutungsstärke kann man aber nicht unbedingt herstellen. Auch schwache Blutungen können starke Schmerzen verursachen. Ebenso können Mädchen mit starken Blutungen kaum Beschwerden haben.

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Natürliche Hilfe bei Regelschmerzen

Gerade bei jungen Frauen unter 20 Jahren können Regelschmerzen den Alltag stark beeinflussen.

Die mit der Menstruation verbundene Hormonumstellung kann den Körper ganz schön durcheinander bringen. Hat sich mit der Zeit alles wieder eingependelt, werden die Beschwerden oft wieder weniger oder sie verschwinden sogar ganz.

Für alle, die unter leichteren Regelschmerzen leiden, gibt es einige einfache Methoden, die auf natürliche Weise für Linderung sorgen können:

  • Ab zum Sport! Bewegung erhöht die Durchblutung der Gebärmutter und mindert so die Schmerzen.
  • Wärme tut gut! Egal ob Wärmflasche, Sauna oder ein warmes Bad.
  • Entspannen! Entspannungsübungen wie Yoga oder autogenes Training können ebenfalls Verkrampfungen im Unterleib lösen.
  • Nicht abwarten, Tee trinken! Tee, z. B. aus Schafgarbe, Frauenmantel, Kamille und Gänsefingerkraut, kann die Schmerzen lindern.
  • Die richtigen Punkte drücken! Akupressur ist bei verschiedenen Schmerzarten als Helfer in der Not bekannt.
  • Die Nahrung ergänzen! Es gibt Hinweise, dass einige Nahrungsergänzungsmittel (z. B. Magnesium, Vitamin B) eine lindernde Wirkung haben.

Verändern sich die Beschwerden oder sind sie plötzlich ungewöhnlich stark, sollten sie von einem Frauenarzt abgeklärt werden.

Medikamentöse Behandlung von Regelschmerzen – den Frauenarzt fragen

Wenn Regelschmerzen auftreten, sollten Mädchen und junge Frauen zunächst mit ihrem Frauenarzt über geeignete Medikamente sprechen. Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie z. B. Ibuprofen oder Naproxen können die Beschwerden lindern. Oft wird auch die Antibabypille gegen Menstruationsbeschwerden eingesetzt.

Checkliste

Wann zum Arzt?

Nicht immer muss man sofort zum Arzt, wenn Schmerzen auftreten. Kann man die Ursachen der Schmerzen relativ sicher bestimmen, können sie in vielen Fällen im ersten Schritt selbst behandelt werden.