Rückenschmerzen zählen nach Kopfschmerzen zu den häufigsten Schmerzarten bei Jugendlichen.

Sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen nimmt die Häufigkeit von Rückenschmerzen mit steigendem Alter zu.1

Symptome

Wenn sich die Muskeln verkrampfen, verkürzen sie sich auch immer mehr. Dadurch verengen sich Blutgefäße, die die Muskeln mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen und gleichzeitig Stoffwechselabbauprodukte wie Milchsäure abtransportieren.

In der Folge wird der Muskel übersäuert und die Schmerzempfindlichkeit steigt. Dann treten die Schmerzen auf: Es zieht, sticht oder drückt im unteren Rücken oder im Schulter- und Nackenbereich und die Beweglichkeit ist eingeschränkt.

Ursachen

Am häufigsten entstehen Rückenschmerzen durch Muskelverspannungen. Diese entstehen beispielsweise durch zu wenig Bewegung, stundenlanges Sitzen (z. B. in der Schule oder auf der Arbeit), die falsche Matratze und Übergewicht.

Ebenso können psychische Ursachen wie Stress oder Angst zu Verspannungen führen und so Schmerzauslöser sein.

Fast immer spielen körperliche und psychische Faktoren bei der Entstehung von Rückenschmerzen gemeinsam eine Rolle.

Natürliche Hilfe bei Rückenschmerzen

Sind die Rückenschmerzen akut, sollte man möglichst schnell seine Schonhaltung verlassen und sich wieder normal bewegen.

Bettruhe kann das Ganze noch schlimmer machen. Am besten beginnt man mit leichten Bewegungen wie Gehen oder Schwimmen. Das trainiert die Muskulatur und stärkt den Rücken.


Auch die folgenden Maßnahmen können sich positiv auf Rückenschmerzen auswirken:

  • Wärme hilft! Und zwar dabei Muskelverspannungen zu lösen, zum Beispiel durch eine Wärmflasche oder ein warmes Bad.
  • Für Entspannung sorgen! Stress kann Rückenschmerzen nämlich begünstigen. Entspannungsmethoden wie Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training können helfen.
  • Ab in die „Stufenlage“! Flach auf den Rücken legen, die Unterschenkel rechtwinklig gebeugt auf einen Stuhl oder einen Hocker legen. Das entlastet die Gelenke und die Wirbelsäule und lindert die Schmerzen.

Wenn heftige Rückenschmerzen nach drei Tagen nicht abklingen, Lähmungen oder Probleme mit Atmung oder Wasserlassen auftreten, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Altersgerechte Schmerzmittel

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Rückenschmerzen – Verspannungen mit Schmerzmitteln vermeiden

Halten Rückenschmerzen länger an, nimmt man oft automatisch eine Schonhaltung ein. Diese kann allerdings wiederum zu weiteren Verspannungen führen.

Deshalb kann es sinnvoll sein, leichte bis mäßig starke akute Rückenschmerzen mit Schmerzmitteln wie Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure zu behandeln. So kann es gelingen, wieder körperlich aktiv zu werden und sich zu bewegen, was wiederum die Rückenschmerzen lindern kann.

Doch Vorsicht ist geboten: die Schmerzmittel sollten nur für einen begrenzten Zeitraum eingenommen werden – maximal zehn Tage im Monat und maximal drei Tage am Stück.

Checkliste

Wann zum Arzt?

Nicht immer muss man sofort zum Arzt, wenn Schmerzen auftreten. Kann man die Ursachen der Schmerzen relativ sicher bestimmen, können sie in vielen Fällen im ersten Schritt selbst behandelt werden.

1 Zwart JA et al. The prevalence of migraine and tension-type headaches among adolescents in Norway. The Nord-Trøndelag Health Study (Head-HUNT-Youth), a large populationbased epidemiological study. Cephalalgia 2004, 24:373–9