Die Leitlinie zu Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen

Eine medizinische Leitlinie –
was ist das überhaupt?

Den Begriff Leitlinie haben viele schon einmal gehört, aber die wenigsten wissen, was damit genau gemeint ist. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Was sind medizinische Leitlinien?

Leitlinien helfen Ärzten, ihre Behandlung durchzuführen.

Diese Leitlinien, es gibt sie für nahezu alle Krankheiten, geben Empfehlungen, welche Wirkstoffe Patienten in welcher Menge zu sich nehmen sollten. Solche Empfehlungen gibt es auch für Kopfschmerzen.

Warum handelt ein Arzt nicht nach den Leitlinien?

Leitlinien sollen dem Arzt bei seinen Entscheidungen helfen, können sie ihm aber nicht abnehmen und sind auch nicht bindend. Der Arzt muss natürlich immer noch ganz individuell von Patient zu Patient entscheiden.

In begründeten Fällen, also wenn zum Beispiel ein Medikament nicht gut vertragen wird oder es in Kombination mit einem anderen Medikament nicht genommen werden darf, kann der Arzt also auch etwas anderes anordnen.

Die Leitlinie zu Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen

Die Leitlinie zur „Therapie idiopathischer Kopfschmerzen im Kindes- und Jugendalter“ gibt vor allem Empfehlungen zur Vorbeugung akuter Migräneattacken oder Spannungskopfschmerzen. Bevor Medikamente verschrieben werden, empfiehlt sie Entspannungsverfahren wie die sogenannte progressive Muskelrelaxation, Biofeedbackverfahren und kindgerechte kognitiv-verhaltensorientierte Therapieprogramme.

Wenn das nicht mehr hilft, empfehlen die Experten bei Kindern und Jugendlichen ab dem Grundschulalter den Wirkstoff Ibuprofen zur akuten Kopfschmerzbehandlung und andere Wirkstoffe zur Vorbeugung von Kopfschmerzen.