Häufig gestellte Fragen

 

Welche Arten von Schmerzen können auch bei Jugendlichen auftreten?

Jugendliche können unter ganz unterschiedlichen Schmerzen leiden. Zu den häufigsten Schmerzarten zählen Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Nacken- und Schulterschmerzen, Bauchschmerzen und bei Mädchen Regelschmerzen.

Was ist der Unterschied zwischen akuten und chronischen Schmerzen?Akute Schmerzen treten plötzlich auf, sind dafür aber nur von kurzer Dauer und haben oft eine klare Ursache. Chronische Schmerzen halten dagegen länger als drei bis sechs Monate an, eine Ursache ist oft nicht klar erkennbar. Auch immer wiederkehrende Schmerzen bezeichnet man als chronisch.

Wann sollten Jugendliche mit Schmerzen einen Arzt aufsuchen?

Es gibt verschiedene Faktoren, die einen Arztbesuch bei Schmerzen unerlässlich machen. Etwa wenn die Schmerzursache unbekannt ist, die Schmerzen häufig wiederkehren oder den Alltag dominieren. Weitere Informationen gibt es in unserer Checkliste.

Warum haben auch Jugendliche häufig Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen sind die häufigste Gesundheitsstörung während der Schulzeit. Die Ursache und die Verstärker liegen bei den meisten Kopfschmerzarten in einer angeborenen Veranlagung. Kopfschmerzen können zudem viele unterschiedliche Auslöser haben: Von Reizüberflutung über psychische Ursachen hin zu muskulären Problemen. Doch das sind nur einige Beispiele.

Wie können Jugendliche ihre Kopfschmerzen selbst behandeln?

Sind die Kopfschmerzen nur leicht und treten nur gelegentlich auf, können bereits natürliche Maßnahmen wie Bewegung an der frischen Luft oder eine Schläfenmassage helfen. Tritt dennoch keine Besserung ein, können Schmerzmittel die Beschwerden lindern. Es gibt altersgerechte Darreichungsformen, zum Beispiel Schmelztabletten, mit dem Wirkstoff Ibuprofen. Ibuprofen ist bei der Behandlung von Kopfschmerzen in der Leitlinie Mittel der ersten Wahl. Bei der Einnahme und Dosierung von Schmerzmitteln gibt es jedoch einiges zu beachten.

Was ist der Unterschied zwischen Spannungskopfschmerzen und Migräne?

Spannungskopfschmerzen und Migräne lassen sich gut an ihren Symptomen unterscheiden. Während Spannungskopfschmerzen den ganzen Kopf betreffen und ohne Begleitsymptome einhergehen, tritt Migräne oft nur auf einer Kopfseite auf und geht mit Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit einher. Die Migräne verschlimmert sich meist bei Bewegung.

Worin unterscheiden sich Kopfschmerzen und ihre Behandlung von Jugendlichen zu denen von Erwachsenen?

Prinzipiell haben Jugendliche keine anderen Kopfschmerzen: Die Entstehung, Ursachen und Arten sind dieselben wie bei Erwachsenen. Sie können aber unter Umständen z. B. in anderen Mustern, kürzerer Dauer und größerer Häufigkeit auftreten.

Wie können Jugendliche Kopfschmerzen vorbeugen?

Jugendliche können ihren Alltag so gestalten, dass Kopfschmerzen seltener eine Chance haben. Es kann z. B. helfen, ausreichend zu schlafen und sich ausgewogen und regelmäßig zu ernähren. Weitere Tipps zur Vorbeugung von Kopfschmerzen gibt es in unserer Infografik.

Wie können Jugendliche Rückenschmerzen vorbeugen?

Alles, was die Rückenmuskulatur stärkt, kann zur Vorbeugung von Rückenschmerzen beitragen, also vor allem ausreichende und regelmäßige Bewegung. Weitere Tipps zur Vorbeugung von Rückenschmerzen gibt es in unserer Infografik.

Was ist bei der Einnahme von Schmerzmitteln zu beachten?

Wenn Spannungskopfschmerzen, also „gewöhnliche“ Kopfschmerzen, bei Jugendlichen nur gelegentlich vorkommen, empfiehlt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) zur Selbstmedikation Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Ibuprofen als Mittel der ersten Wahl.1 Medikamente mit diesem Wirkstoff sind in der Apotheke rezeptfrei erhältlich, speziell für Jugendliche z. B. als Schmelztablette. Schmerzmittel sollten nicht häufiger als zehn Tage im Monat und nicht länger als drei Tage hintereinander eingenommen werden sonst drohen Gewöhnungseffekte und medikamentenbedingte Kopfschmerzen.

Wo erhalten Jugendliche und ihre Eltern Information zum Thema Schmerzen?

Grundsätzlich sind Kinder- und Jugendärzte oder der Hausarzt kompetente Ansprechpartner. Manchmal ist allerdings der Weg zu einem Neurologen und Schmerzmediziner sinnvoll. Weitere Anlaufstellen finden Sie auf unserer Linkliste.

Wie gehen Jugendliche und ihre Eltern am besten mit den Kopfschmerzen von Jugendlichen um?

Jugendliche müssen lernen die Verantwortung für ihre Schmerzen zu übernehmen und zu behalten. Eltern müssen ihre Kinder wiederum ernstnehmen und sie über Behandlungsmöglichkeiten aufklären. So lässt sich gemeinsam und aktiv ein Lösungsweg finden.

1 S. Evers et al. Therapie idiopathischer Kopfschmerzen im Kindes- und Jugendalter. Revidierte Empfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) und der Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP). Nervenheilkunde 12/2008